Was ist Webradio

Was ist Webradio?

Webradio, oft auch als Internetradio, Online-Radio oder Online-Audio bezeichnet, ist ein speziell für das Internet konzipiertes Radioprogramm, das über das Internet ausgestrahlt wird und empfangen werden kann.

Neben Webradio-Sendern, die nur über das Internet ausstrahlen und als reine Webradios oder Webcasts bezeichnet werden, gibt es noch weitere Angebote im Internet, die unter den Begriff Webradio fallen. Dazu gehören die parallelen Ausstrahlungen von UKW-Programmen über das Internet (Live-Streams) und Musikdienste wie Spotify, bei denen der Nutzer sich, wie in einem Online-Musikshop, aus zur Verfügung gestellten Liedern selbst Playlisten zusammenstellen kann.

Warum hören Nutzer Webradio?

Viele Webradio-Angebote unterscheiden sich vom klassischen UKW-Radio, da sie sich vielmals auf spezielle Musikgenres spezialisieren, die so im klassischen Radio nicht abgedeckt werden. Bei der Programmgestaltung gibt es sowohl moderierte Radiosender als auch viele Sender, bei denen die Musik im Vordergrund steht und auf die von einigen Hörern als störend empfundene Moderation komplett verzichtet oder nur vereinzelt eingesetzt wird.

Webradios setzen auf eine starke Interaktivität mit ihren Hörern; so haben diese die Möglichkeit, sich in Communitys gegenseitig oder mit den Radiomachern auszutauschen und über Musikwünsche das Programm aktiv mitzugestalten.
Musikdienste hingegen ersetzen heute eher die CD.

Wie funktioniert Webradio?

Beim herkömmlichen Rundfunk werden die Radioprogramme als Broadcast per Funk über Radiowellen oder Satellit und über das Kabelnetz an eine Vielzahl von Empfängern verbreitet. Für die Verbreitung von Radioangeboten stehen jedoch nur bestimmte und begrenzte Ausschnitte des Frequenzspektrums zur Verfügung bzw. sind geeignet. Dadurch ist auch die Anzahl der realisierbaren Kanäle prinzipiell begrenzt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass viele der geeigneten Frequenzen nur regional empfangbar sind. Sendefrequenzen sind daher ein knappes Gut, deren Vergabe in Deutschland staatlich reguliert wird. Da die Vergabe der Frequenzen von den Bundesländern gesteuert wird, hat sich so vor allen Dingen eine sehr regionale oder lokale Radiolandschaft entwickelt.

Beim Webradio erfolgt die Ausstrahlung des Radioprogramms über das Internet. Hierzu unterhalten die Webradio-Sender spezielle Server, von denen der Nutzer das Radioprogramm als Stream, das bedeutet als kontinuierlichen Datenstrom, abrufen kann. Auf Nutzerseite ist hierfür lediglich eine Multimediasoftware, wie Windows Media Player oder iTunes, notwendig. Webradio-Angebote sind für jeden Nutzer im Internet technisch erreichbar und so können auch Angebote aus anderen Regionen Deutschlands oder aus dem Ausland von jedem Nutzer gehört werden. Da für den Betrieb eines Webradios keine Funkfrequenzen benötigt werden, wird hierdurch die Anzahl an Radiosendern im Gegensatz zum klassischen Radio nicht limitiert. So bietet sich im Webradio eine deutlich größere Programmauswahl, als diese über die sonstigen Verbreitungswege möglich wäre.

Wie hört man Webradio?

Der Empfang von Webradio kann über vielfältige Verbreitungswege erfolgen:

Der häufigste Weg, um Webradio zu hören, ist direkt über den PC oder das Notebook. Dieses kann zum Beispiel über die Webseite des Radiosenders erfolgen. Hierfür ist neben den üblichen Plug-ins keine weitere Software von nöten. Möchte der Nutzer nicht immer die Webseite des Senders aufrufen, um diesen zu hören, so kann er auch auf eine spezielle Multimediasoftware wie iTunes oder Windows Media Player zurückgreifen. Diese erlaubt, die Stream-Adressen der Webradio-Angebote zu speichern und somit die Lieblings-Radioangebote schnell einzuschalten. Meist bieten diese Programme auch umfangreiche Listen über die empfangbaren Angebote.

Auch über Smartphones lässt sich Webradio hören. Hierzu bedarf es spezieller Apps. Die meisten Sender bieten inzwischen eine eigene App, mit der sich aber nur der eigene Sender hören lässt, an. Möchte der Hörer nicht für jeden Sender eine eigene App installieren, so kann der Hörer auch auf senderunabhängige Apps zurückgreifen, die den Zugriff auf mehrere Sender erlauben.

Mittlerweile gibt es auch spezielle Hardwareplayer für Webradio, die häufig als WLAN-Radio, WiFi-Radio oder IP-Radio bezeichnet werden. Diese Hardwareplayer sind in Gestalt und Bedienung denen klassischer UKW-Radios nahe und sind problemlos ins heimische Netzwerk, ob WLAN oder LAN, einzubinden. Bei den verschiedenen Modellen sind Stand-Alone-Geräte, Komponenten für Stereoanlagen oder Kombigeräte (Internet/UKW) auf dem Markt verfügbar.

Als weitere Hardwarelösung lässt sich Webradio auch über neue TV-Modelle (Smart TV) empfangen.

Welche Stream-Formate und -Qualitäten gibt es beim Webradio?

Um ein Audiosignal über das Internet zu übertragen, müssen die Tonsignale in eine Reihe aus Einsen und Nullen umgewandelt werden. Hierbei werden die Daten meist auch verkleinert; dieses geschieht zum Beispiel so, dass Töne, die für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar sind, herausgefiltert werden. Die Art, wie diese Komprimierung und Umwandlung erfolgt, wird durch das Format festgelegt.

Ein Webradio kann das Radioprogramm über verschiedene Stream-Formate ausstrahlen. Das wohl bekannteste und auch am häufigsten verwendete Format ist MP3. Viele Webradios bieten zudem noch das von Apple genutzte Format Advanced Audio Coding (AAC) an.

Alle Verfahren haben eines gemeinsam: Sie komprimieren die Datenmenge der Audioinhalte zur effizienten Verbreitung. Diese Kompression ist verlustbehaftet, das heißt, die Qualität des Audiosignals wird je nach verwendeter Kompressionsrate schlechter. Eine mit UKW-Radio vergleichbare Tonqualität wird im MP3-Format ab einer Übertragungsrate von 64 kbit/s erreicht, CD-Qualität ab 128 kbit/s. Viele Webradios strahlen ihr Radioprogramm ab einer Qualität von 128 kbit/s aus, was die Tonqualität von UKW-Radios deutlich übertrifft.



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